Pädagogisch-psychologische Praxis

Individuelle Lerntherapie im Therapieraum Bauernhof

Konzentrationsprobleme

Wie für die Teilleistungsstörung gilt auch hier, dass zumeist den Eltern etwas im Verhalten der Kinder auffällt.

Was fällt Ihnen bei Ihrem Kind auf? ja nein
Mein Kind vergisst vieles ganz schnell.
Alltägliche Handlungen müssen oft in ihrer Abfolge neu bedacht werden.
Aufgaben werden nicht oder nur zur Hälfte beendet.
Mein Kind hat Schwierigkeiten längere Zeit still zu sitzen.
Es spricht überhastet oder redet ständig dazwischen.
Es spielt gerne laut.
Das Einhalten von Regeln fällt ihm schwer.
Mein Kind träumt oft vor sich hin.
Es macht viele Flüchtigkeitsfehler in den Schulaufgaben und Arbeiten.
Es ist oft geistig abwesend, auch wenn es direkt angesprochen wird.
Mein Kind braucht für alle Aufgaben viel länger, weil es ständig abgelenkt ist.
Es ist sehr leicht beeinflussbar.
Es vermeidet anstrengende Aufgaben, bei denen man sich genau konzentrieren muss.
Es beginnt häufig neue Dinge und lässt die vorherige Arbeit liegen.
Mein Kind schiebt gerne Aufgaben vor sich her.


Wenn Sie sehr viele Fragen mit ja beantworten können, hat Ihr Kind höchstwahrscheinlich Probleme mit der Konzentration - oder Sie erwarten zuviel von Ihrem Kind. Die Konzentrationsfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen beträgt im Alter von
  • 5-7 Jahren etwa 15 Minuten,
  • 7-10 Jahren 20 Minuten,
  • 10-12 Jahren 20-25 Minuten und
  • 12-14 Jahren 30 Minuten.
Die Fähigkeit zur Konzentration steigt mit dem Alter und der Übung, sie ist jedoch immer stark abhängig von der Motivationslage. Wenn ein Kind sich für eine Sache interessiert, kann es sich über einen längeren Zeitraum konzentrieren. Das ist bei Schulstoff oft das Problem schlechthin: manch einer interessiert sich für Grammatik oder liebt das stumpfe Auswendiglernen - andere nicht.
Manche Kinder haben nur eine sog. partielle Konzentrationsschwäche, die in bestimmten Situationen oder zu bestimmten Tageszeiten auftritt. Bei manchen Kindern treten Konzentrationsprobleme im Zusammenhang mit einer Teilleistungsstörung auf.
Ein Kind, das sich beim Lesen, Schreiben oder Rechnen sehr viel mehr anstrengen muss als seine Klassenkameraden, ist zwangsläufig eher erschöpft und braucht eine Pause durch Ablenkung.

Andere Kinder wiederum leiden permanent an Konzentrationsproblemen, in diesen Fällen kann eine ADHS oder ADS ursächlich sein.
Die Abgrenzung zwischen ADHS oder ADS und Konzentrationsproblemen bedarf einer genauen Klärung durch einen Kinder- und Jugendpsychiater oder ein sozialpädiatrisches Zentrum.

Falls Sie Fragen dazu haben, rufen Sie mich ruhig an oder mailen Sie mir.

Für die allermeisten Kinder besteht die Schwierigkeit einfach darin, unbeliebte Aufgaben systematisch und genau zu erledigen - dieses aber lässt sich trainieren und einüben, wenn Eltern und Lerntherapeut/in gemeinsam mit dem Kind/Jugendlichen daran arbeiten.

© 2009 | Dr. phil. Ruth Hölken, Dipl.-Päd. - Hölkenbusch 121 48161 Münster - Tel. 01573/9087593 - info@muenster-lerntherapie.de